Brandheisser Artikel

EMPLOYER BRANDING

Praktische Umsetzung des Employer Branding für Friseur-Unternehmen

So glänzen Sie in der Zukunft bei der Personalsuche
Diesen Artikel muss ich mit einem englischen Begriff starten, der sicher viele Friseure die Nase rümpfen lässt, aber so war es früher auch bei den Begriffen Marketing oder Produkt. Man braucht einfach Fachbegriffe, um innerhalb einer Gruppe effizient ein Thema besprechen zu können. Def.: EMPLOYER BRANDING. BRANDING nennt man den Aufbau einer Marke. EMPLOYER ist der Arbeitgeber.

Zu selten werden Pläne schriftlich abgefasst und dann auch tatsächlich umgesetzt. Aber wenn Sie in der Zukunft bei der Personalsuche die Nase vorne haben möchten, brauchen sie ein funktionierendes Beispiel.

So bekomme ich Ihre Aufmerksamkeit: Ich fange ihre Aufmerksamkeit mit meinem stärksten Argument. Anfang 2016 wurde Friseur-Unternehmern klar, dass sich der Arbeitsmarkt in der Friseurbranche zu einem Arbeitnehmer Markt gewandelt hat. D.h Arbeitnehmer können unter den Arbeitgebern wählen, denn nahezu jeder Salon hat unbesetzte Arbeitsplätze. Dramatisch wird es schnell, wenn ein Arbeitsplatz längere Zeit, vielleicht ein paar Monate, nicht besetzt ist. Das kostet Umsatz. Mindestens 3.500 Euro im Monat. Bei sechs Monaten sind das schnell über 18.000 Euro je nicht besetztem Arbeitsplatz. Der fehlende Umsatz kann auch nicht die Kosten decken. Schlimmer noch: es fehlt aus diesem nicht besetzten Arbeitsplatz natürlich am Ende des Jahres auch der Gewinnanteil. Einer meiner Kunden verlor nur aufgrund der unbesetzten Arbeitsplätze in seinen 5 Salons in einem Jahr 250.000 Euro Umsatz. Je nach Kostenstruktur könnte das ein persönliches Jahreseinkommen von 30.000 Euro netto für den Inhaber gewesen sein.

Marketing haben Sie gelernt, Neukundengewinnung haben sie drauf. Effizienter Produkteinkauf– klar. Den Ablauf im Salon effizient gestalten? Da arbeiten sie dran! Aber die Personalsuche? Ein Faktor mit dem größten Einfluss auf das Einkommen eines Unternehmers? Hat dieser Faktor die Aufmerksamkeit in Ihrem Unternehmen verdient? „Klar!“ - sagen meine meisten Kunden – ich persönlich schätze die tatsächlich aufgebrachte Zeit für das Thema Personal aber eher bei nur etwa 5% des Unternehmer-Zeit-Portfolios.

Die letzten 20 Jahre standen ganz deutlich in der Ausrichtung des Unternehmens an die Bedürfnisse der Kunden – Marketing – die Ausrichtung des Unternehmens an den Markt (früher war man in der Wirtschaft der Annahme, dass sich jedes Angebot seine Nachfrage schafft. In gesättigten Märkten wandelte sich dies aber).

Der limitierende Faktor ist heute in unserem Beruf aber der Mensch. Es gibt nicht mehr genug  Menschen für alle Berufe und unter all denen die Menschen zu finden, die sich für den Beruf Friseur interessieren, ist Chefsache.

Um den Erfolg Ihres Unternehmens sicherzustellen, scheint die Ausrichtung am Arbeitsmarkt unerlässlich. Sie brauchen einen Plan, mit dem Sie ihr Employer Branding-Konzept umsetzen.

Nebenbedingung: Solange Ihre Friseure noch Zeit haben ans Telefon zu gehen, Kaffee zu kochen, den Salon zu fegen oder Haare zu waschen und Packung aufzutragen, wird ein weiterer Mitarbeiter (Friseur) nicht die Effizienz des Salons steigern. Mein oberstes Gebot: Ein Friseur macht Haare. Alles andere macht ein Mensch.

Früher fand man Friseure über Stellenanzeigen in der Tagespresse. Die hörten sich dann so an: „Friseurin zum nächstmöglichen Termin gesucht. Übertarifliche Bezahlung.“

Heute sind Friseure eine Mangelware und ihr Marktwert ist gerade dabei, sich zu steigern. Anfang 2016 gab es die ersten Unternehmer, die ihren Mitarbeitern ein effizientes Auto zur Verfügung stellten, ein Bruttogehalt von mind. 2.400 Euro zusicherten, sowie Provisionen auf Umsätze und Bonus für wenige Fehltage gewährten. Neu sind auch Vermittlungsprovisionen, wenn ein eigener Mitarbeiter selbst einen weiteren potentiellen Mitarbeiter empfiehlt. Sehr spannend finde ich Interview-Honorare.

Employer Branding
Das Ziel von Employer Branding: als Friseur-Unternehmen im eigenen sozialen Umfeld als potentieller Arbeitgeber bekannt zu sein. Ähnlich einer Marke. Der Arbeitgeber als Marke.
Das soziale Umfeld spielt ebenfalls eine wichtige Rolle – seit Jahrzenten betrachte ich die Image-Kampagnen einiger Verbände und Unternehmen. Die konnten bisher nicht viel ändern, habe ich den Eindruck. Wer aber einmal Zeit hatte, mit einigen schillernden Persönlichkeiten wie Robert Cromaens, Thorsten Hussfeld, und Antony Mascolo Zeit zu verbringen, verspürt den Stolz, den man für seinen Beruf in sich trägt. Eine Friseurin, die 6 Kunden an ca. 20 Arbeitstagen betreut, sieht im Monat 120 Menschen, die sie direkt beeinflussen kann. Das soziale Umfeld des Hairstylisten darf auch nicht vergessen werden, hat er sicher Freundeskreis und auch Eltern.
Ein Salon hat aber neben den Kunden seiner Stylisten viele Geschäftspartner, Lieferanten, Geschäfte und Personen in der direkten Unternehmens-Nachbarschaft. Employer Branding stellt nun die grundlegende Frage: IST DER ARBEITGBER X /Inhaber des Friseursalons) in seinem sozialen Umfeld als Arbeitgeber bekannt? Und würde ihn das soziale Umfeld als potentiellen Arbeitgeber für seine eigenen Kinder oder Freunde empfehlen?

Aktuell geben prominente Friseur-Unternehmer tolle Beispiele wie sie mit dem Thema Personal umgehen. Stichwort: Firmenpräsentation statt Vorstellungsgespräche und eine Karriereplanung anstelle eines Jobinterviews.


So starten Sie Ihre Employer-Branding-Strategie
Ich plädiere für den Start bei den BASIC´s zu beginnen. Schritt 1 wäre für das eigene Unternehmen einen Employer Branding-Plan zu erstellen. Ihr Ausgangspunkt sind in meiner Betrachtungsweise: die Menschen die bereits für Sie arbeiten. Wäre es nicht spannend, in Erfahrung zu bringen, warum die Menschen, die jetzt für Ihr Unternehmen tätig sind, sich für Ihr Team entschieden haben? Die Analyse der tatsächlichen Gründe, so simple diese auch sein könnten, würden Ihnen wichtige Bausteine für Ihre Planung liefern. Der Salon liegt auf dem Weg zur Kita; ich wohne um die Ecke, die S-Bahn Station; ich kenn’ den Salon von früher; die Friseurin Gaby im Salon ist meine Freundin; meine Mutter ist Kundin im Salon; ich wollte mal bei einer Modenschau dabei sein; ich hab’ vorher mit folgenden-Produkten gearbeitet…

Dies sind alles Gründe, die vielleicht nicht unbedingt das EGO eines Managers aufpeppeln, aber es sind Fakten, die GOLD Wert sind. Sie können Ihnen als Bausteine für Ihre Kommunikation dienen. Diese Entscheidungen und die Karrierewege Ihrer Mitarbeiterinnen sind der soziale Aspekt Ihrer Personalstrategie und zeigen beispielhafte Möglichkeiten in ihrem Unternehmen auf.

Wir haben für Sie einen beispielhaften detaillierten Jahresplan zur praktischen Umsetzung des Employer Branding erstellt. Diesen können sie sich in der Wissenslounge kostenlos herunter laden.

Der Download und der Login ist kostenlos.
Klicken Sie hier:  www.menschenimsalon.de/wissenslounge?kategorie=12


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