Du starrst auf das EC-Gerät, die Kundin starrt auf ihr Handy, und im Kopf hoffst du: „Bitte, bitte denk an mein Trinkgeld!“
Früher war alles einfacher. Da gab es das Sparschwein mit dem Namen drauf und wer kein Kleingeld hatte, hat eben gewechselt. Aber heute? Über 70 % unserer Kunden zahlen mit Karte oder Handy. Das Bargeld verschwindet aus den Taschen – und damit oft auch unser wohlverdientes Extra.
„Haben Sie bar was dabei?“ – Der Moodkiller
Nach Trinkgeld zu fragen, fühlt sich für viele von uns immer noch an wie Betteln. Und wenn die Kundin erst nach dem Bezahlen merkt, dass sie gar kein Cash dabei hat, fängt das Chaos an: Stornos, Nachkassieren oder das peinliche „Ach, beim nächsten Mal dann doppelt!“ (Spoiler: Passiert selten).
Wir brauchen eine Lösung, die zu unserem Lifestyle passt. Eine, die das Trinkgeld ganz natürlich in den Flow integriert.
Die Maschine fragen lassen?
Klar, viele EC-Geräte haben heute eine Trinkgeldfunktion. Und ja – das ist ziemlich praktisch. Aber mal ehrlich: Wenn jemand eine Stunde an den Haaren rumgefummelt hat oder eine missglückte Coloration gerettet werden musste, dann sind wir mitten in einer Dienstleistung. Da ist Trinkgeld völlig normal – als Wertschätzung. Wenn das Gerät uns an der Zapfsäule oder am Kaffeeautomaten nach Trinkgeld fragt, denken wir uns eher: ernsthaft jetzt?
Die Frage ist also nicht, ob die Technik fragt – sondern wo und wie. Denn viele Lösungen fühlen sich einfach nicht nach dem Service an, den wir gerade am Platz abgeliefert haben. Und genau da wird’s spannend.
Digitales Trinkgeld mit Herz
Das Team von studiolution – dem Termin- und Kassensystem für die Beautybranche – hat sich dazu was Schlaues überlegt. Statt die Kundin am klobigen Kartengerät rumdrücken zu lassen, können Salons einfach ihr eigenes schickes Tablet als Kundendisplay nutzen, das sich ganz natürlich in den Ablauf am Platz einfügt.
Der Clou dabei:
- Diskretion: Die Kundin entscheidet ganz entspannt auf dem Tablet selbst, wie viel sie geben möchte. Kein Nachfragen, kein Rechtfertigen.
- Emotion: Statt technischem Text quittiert ein „Herzchen“ das Trinkgeld. Das gibt der Kundin ein gutes Gefühl und uns das verdiente Lächeln (und das Geld).
- Workflow: Das Trinkgeld wird direkt mit der Kartenzahlung verrechnet. Kein Stress mit der Abrechnung am Abend.
Fazit: Mach es dir (und deinen Kunden) leicht
Trinkgeld ist Wertschätzung für unser Handwerk. Wir sollten uns nicht dafür schämen, aber wir sollten es dem Kunden so einfach wie möglich machen, „Danke“ zu sagen. Wenn die Technik charmant für uns fragt, bleibt das Trinkgeld das, was es sein soll: Ein schöner Abschluss für einen tollen Termin.
Wie handhabst du das bei dir im Salon? Bist du noch Team „Sparschwein“ oder schon voll digital unterwegs?