Etwas „einfach tun“ – für Maria Luisa De Pasquale sind diese zwei Worte der Schlüssel für Neues, Spannendes, Anderes und immer für Entwicklung.
„Etwas „einfach tun“ bedeutet den Mut zu haben sich etwas zuzutrauen, seine Vision, sein Ziel zu realisieren“.
In ihren Trainerkursen an der Deutschen Friseurakademie gibt sie als Dozentin das „Best of“ von dem weiter, was sie selbst gelernt hat. Maria Luisa De Pasquale ist Friseurmeisterin, Farb- und Stilberaterin, Visagistin, Geprüfte Coloristin (HWK) und Friseur Trainer (HWK).
Am letzten Tag des Friseurtrainerkurses zeigt sich bei den Teilnehmern oft eine Mischung aus Anspannung und Unsicherheit – eine ganz natürliche Reaktion vor einer Prüfung. Die Herausforderung, sich dieser Situation zu stellen, ist groß, und vielen wird erst im Rückblick bewusst, was sie alles gelernt und geleistet haben. „Ich begleite diesen Prozess achtsam und sehe mit Respekt, wie sich die Teilnehmer entwickeln und wachsen – unabhängig von ihrer eigenen Wahrnehmung in diesem Moment.“
Das Gespräch mit Maria Luisa De Pasquale ist ein Plädoyer für fachliche, und dadurch auch persönliche Weiterentwicklung.
Weshalb haben Sie zusätzlich zu ihre Meisterausbildung die Trainerausbildung absolviert?
Jeder hat seine Vorstellungen, wenn er eine Friseurausbildung beginnt. Meine war es mich selbstständig zu machen, als Colorationsprofi ein Profil zu haben und ich wollte und will die Friseurbranche mitgestalten.
Das eine haben Sie geschafft, aber wie können Einzelne in der Branche etwas bewegen?
Ganz einfach, indem man Vorbild ist. Als Dozentin kann ich das den Kursteilnehmern auch vermitteln. Das tun auch die anderen Dozenten und so geben wir ihnen unterschiedliche Werkzeuge für ihre spätere Tätigkeit mit. Welche sie bevorzugen und wie sie diese nutzen, kann jeder selbst entscheiden und persönliche Schwerpunkte setzen. Themen der Friseurbranche die wir lösungsorientiert diskutieren sind Teil der Kursinhalte. Das fördert die Veränderungsbereitschaft und öffnet die Augen für die Chancen die das Friseurhandwerk bietet. Gerade mit einer Trainerausbildung ist man nicht unbedingt im Salon tätig, sondern ist Multiplikator für Veränderung.
Braucht es besondere Voraussetzungen für die Trainerausbildung?
Grundsätzlich nein. Es kommt darauf an, wie du als Trainer etwas vermittelst: eher extrovertiert, mitreißend, mit viel Power, oder ob du auf eine ruhige und überzeugende Art begeisterst. Was zählt ist Authentizität - in der Rhetorik, der Körpersprache und der Präsenz. Die Trainerausbildung ist auf jeden Fall ein Stück weit Selbsterfahrung und persönliche Weiterentwicklung mit dem Ziel etwas zu bewegen.