Was braucht es, um erfolgreicher Colour Director zu sein?

Paul Dennison, Colour Director im Ken Picton Salon gibt wertvolle Karrieretipps.

WIE WÜRDEN SIE IHREN JOB BESCHREIBEN?

In meinem täglichen Leben mache ich denselben Job wie jeder andere Colorist: Ich trage semi-permanente oder permanente Farbe an den Haarwurzeln auf, verwandle Strähnchen in Highlights oder ändere entsprechend den Wünschen der Kunden die Haarfarbe. Ein weiterer Teil meiner Arbeit, der in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen, ist meine Rolle im Artistic Team: Dabei kann es sich um die Planung für Shows oder Fotoaufnahmen handeln, neue Ideen an Frisurköpfen, Haarteilen oder Models auszuprobieren, oder auch um die Teilnahme an Bildungsseminaren – Es gibt immer etwas zu tun. Meine durchschnittliche Arbeitswoche hat fünf Tage, von 9.00 bis 18.00 Uhr. Normalerweise sitzt jede Stunde ein Kunde auf meinem Stuhl.

WAS GEFÄLLT IHNEN AN IHREM JOB AM BESTEN?

Was ich an meiner Arbeit am meisten liebe, ist es, Kunden glücklich zu machen. Wir alle kennen das Gefühl, wenn man eine neue Jacke gekauft hat und sie dann zum ersten Mal trägt – Schritt für Schritt denkt man, dass jeder sehen kann, dass sie neu ist. Wenn ich dieses Gefühl auf die Haare übertragen kann, und mein Kunde sich ganz nebenbei auch noch absolut wohlfühlt, dann gibt mir das einen unwahrscheinlichen Kick. Und auch wenn ich an einer neuen Idee mit einem Modell arbeite, und das, was ich mir in meinem Kopf vorgestellt habe auf ihrem Kopf erscheint, bereitet mir das große Freude.

WAS GEFÄLLT IHNEN AN IHREM JOB NICHT SO SEHR?

Es fällt mir schwer, an meiner Arbeit etwas zu finden, das mir nicht gefällt; die vielen Arbeitsstunden, erhöhter Kaffeekonsum, früh aufstehen und spät nach Hause kommen … all das gerät in Vergessenheit, wenn ich das Gefühl habe, wieder etwas Schönes erschaffen zu haben.

HATTEN SIE IHREN KARRIEREWEG SO GEPLANT?

Am Beginn meiner Friseurkarriere hatte ich keine Ahnung, dass ich einmal ein begeisterter Colorist werden könnte, auch wenn dies eigentlich der Grund war, der mich in erster Linie auf diesen Berufszweig gebracht hatte. Nach sechs Monaten Grundausbildung kam ein Colorist in den Salon, in dem ich arbeitete, und brachte mich regelrecht um den Verstand. Mein erster Chef wollte, dass ich Haare schneide, aber ich blieb hartnäckig und löcherte den neuen Koloristen so lange mit Fragen, bis ich von ihm alle Informationen erhalten hatte, die ich brauchte. Danach hatte ich das Glück, auf einen zweiwöchige Sassoon Intensivlehrgang zum Thema Farbe geschickt zu werden, der dann die Wissenslücken, die ich noch hatte, füllen konnte. Und dann lag es nur noch an mir selbst, dort weiter zu machen, wo mein Guru aufgehört hatte. Ich habe immer meine Arbeit für sich sprechen lassen, und ich habe einfach immer das gemacht, was ich für das Beste hielt, je nach Kunde oder Model – Und im Laufe der Zeit habe ich ständig dazugelernt, von den vielen Menschen, denen ich auf meinem Weg begegnen durfte.

Ich wollte nie ein berühmter Friseur mit einer berühmten Klientel werden. Ich wollte einfach nur in der Branche respektiert werden, dafür, was ich leiste, und dafür, dass ich gut in dem bin, was ich mache.

WAS WAREN DIE BISHERIGEN HIGHLIGHTS IHRER KARRIERE?

Die herausragendsten Momente meiner Karriere waren meine Präsentation vor 2.000 Personen auf einer Bühne in Spanien und die Ehre, bei den Aufnahmen der L'Oréal Professionel Frühjahr/Sommer Kollektion 2013 in Paris mitzuwirken.

Ein Ereignis, das ich nie vergessen werde, und die größte Überraschung meines Lebens, war der Tag, an dem ich bei den HJ British Hairdressing Awards zum Schwarzkopf Professional British Colour Technician des Jahres 2012 gekürt wurde; es war einer dieser Momente, in denen die Zeit stillsteht und man fragt sich "Hat er jetzt wirklich meinen Namen gesagt?”

DER BESTE KARRIERETIPP, DEN SIE JEMALS ERHALTEN HABEN?

"Man lernt niemals aus." Wir können so viel von den Menschen und Dingen lernen, denen wir täglich begegnen.

WER WAREN IHRE VORBILDER ALS JUNGER FRISEUR?

Anfangs war ich noch etwas engstirnig – Während meiner Ausbildung bei Sassoon/Aveda waren Annie Humphreys und Ian Michael Black meine Idole. Ich freute mich schon darauf, die neuen Kollektionen kennen zu lernen, und auf der Zugfahrt nach Hause vertiefte ich mich in die technischen Anleitungen, immer mit dem Gedanken, wie meine eigene Variante dieser neuen Looks aussehen könnte.

WIE KANN MAN SO ERFOLGREICH WERDEN, WIE SIE ES HEUTE SIND?

Bleiben Sie sich selbst treu – Sie können nicht etwas sein, das Sie nicht sind. Wenn es Ihnen gefällt und es Ihnen einen “Kick” gibt, dann werden auch andere Ihr Engagement anerkennen, und nach und nach können Sie Ihren eigenen Stil kreieren. Sie dürfen keine Angst haben, Risiken einzugehen, und Sie sollten es genießen können.

HABEN SIE NOCH WEITERE AMBITIONEN?

Ich würde gerne ein Mitglied der British Hairdressing Awards Hall of Fame werden. Als ich in dieser Kategorie gewonnen hatte, ging für mich ein Traum in Erfüllung; aber man muss immer wieder auf etwas Neues hinarbeiten und das ist der nächste Schritt. Ich möchte auch weiterhin auf Shows und Shootings arbeiten: Das ist ein Bereich, den ich noch tiefer erkunden möchte. Und im Laufe der Zeit möchte ich mein Portfolio erweitern und mich auch mehr mit Weiterbildung, Austausch von Ideen und der Kreation von Schönem widmen.

 

 

 

GEMEINSAM AUF SCHRITT & TRITT

Die Reise auf dem Karriereweg mit dem perfekten Partner

Wenn Sie nach der Liebe Ihres Lebens suchen, dann halten Sie Ausschau nach jemandem, der Ihre Visionen, Leidenschaften und Ziele teilt. Sie hoffen, dass Sie von diesem Menschen etwas lernen können, zusammen wachsen können und organisieren aufregende Verabredungen an inspirierenden Orten und auf tollen Veranstaltungen.

Es gibt Charakteristiken, die Sie in all Ihren Beziehungen wiederfinden möchten; und wenn Sie ein Friseur sind, dann haben Sie meist eine enge Bindung zu Ihrem Produkt-Unternehmen.

Wella kann auf 135 Jahre Erfahrung in der Friseurbranche zurückblicken und ist somit der perfekte Partner für jeden Friseur.

Wella ist da, um Sie zu unterstützen, Ihre Ziele zu erreichen, Ihre Träume zu verwirklichen und den gewünschten Erfolg in Ihrer Karriere zu erzielen.

Um Ihnen zu helfen, diese Ziele zu erreichen, bietet Wella Ihnen einen 360° Educational Support, ein komplettes Fortbildungssystem, mit dem Sie die gewünschten Fähigkeiten so erlernen, wie sie für Sie persönlich am besten einsetzbar sind.

Egal, ob Sie Ihre kreativen, technischen oder kaufmännischen Fähigkeiten entwickeln möchten – Das 130-köpfige Training Team von Wella kann Ihnen weiterhelfen, auf jedem Level.

Spannende Events, um immer mit den neusten Trends up-to-date zu sein, die Chance, einige der größten Namen in der Branche bei der Arbeit zu beobachten, und wahrlich inspirierende Seminare und Workshops: im Jahr 2014 stehen bei Wella viele spannende und neue Events auf dem Fortbildungs-Programm. Auch für iPhone, iPad und Android wird es eine neue App geben, damit Sie in Ihrer Ausbildung immer am Ball bleiben: Hier können Sie sich Lehrvideos ansehen, wann immer Sie wollen; außerdem gibt es einen neuen Ansatz für Business Education und inspirierende, neue Seminare, sowie das überarbeitete “Master Colour Programme”.

Um zu gewährleisten, dass die Partnerschaft sich mit dem Kunden gemeinsam weiterentwickelt, hat Wella einen umfassenden Karrierepfad auf drei Ausbildungs-Ebenen erstellt. „Essential Training“ bietet die Wissensgrundlagen, die jeder Frisur haben muss; „Exceed Courses“ sind für diejenigen, die beschlossen haben, ihre Karriere auf das nächste Level zu bringen; und die Besten in der Branche können bestimmt noch von Wellas „Expert Education“ profitieren.

In Wella-Studios, Salons oder regionalen Standorten gibt es Kurse und Möglichkeiten, die alle vier zentrale Aspekte des Friseurgeschäfts abdecken: Colour & Movement, Care, Cut & Style; Inspiration & Trends und Business & Personal Development.Während Sie und Ihr Team auf dem Karrierepfad entlang schreiten, ist Wella immer an Ihrer Seite und hilft Ihnen, Ihre Träume zu verwirklichen.

Wellas engagiertes Team technischer Ausbilder kann auf bestimmte Geschäftsziele in Ihrem Salon hinarbeiten oder Kurse, Trainingspläne und Karrierewege für einzelne Team-Mitglieder erarbeiten, die am besten zu Ihnen und zu Ihrem Unternehmen passen und Ihr Wachstum fördern.

"Hairdressing als Karriere kann ein Minenfeld sein – Deshalb kann eine engagierte Person, die mit Ihrem Salon und Ihren Leute arbeitet, um ihre Prioritäten zu verstehen, einen großen Einfluss auf Ihr Geschäft und Ihre berufliche Zukunft haben", erklärt die technische Fachausbilderin von Wella, Wendy Crofts.

Dieser personenbezogene und individuelle Ansatz gibt talentierten Friseuren die Möglichkeit, schnelle Erfolge zu erzielen, was die Arbeitszufriedenheit und die Loyalität im Team erhöht und somit sowohl für den Salon als auch für das Team Vorteile bringt. "Ich kann sogenannte Rising Stars identifizieren und ihnen helfen, ihre Ziele durch die richtigen Trainingsprogramme zu erreichen", sagt Wendy. "Wenn ich einen Trainingsplan für einen Salon zusammenstelle, dann schaue ich mir vor allem die wichtigsten Geschäftsziele des Salons an." Somit kann ich sicher stellen, dass der Ausbildungsplan nicht nur die Entwicklung der einzelnen Personen fördert, sondern auch das Wachstum des gesamten Salons.

Ein Stylist, der auf seinem Karriereweg von Wellas Unterstützung profitiert hat, ist Dan Spiller von Marc Antoni. Dan ist heute ein Mitglied im Wella Professionals Colour Club und Gewinner des TrendVision Award UK; er schätzt die Chancen, die Wella ihm gegeben hat. Aber wie alle guten Schüler weiß Dan, dass dies nur der Anfang ist.

Im Jahr 2014 werden Wendy und das Wella Education Team noch vielen weiteren Salons und talentierte Friseure wie Dan helfen, ihre Ziele zu erreichen.

 

 

SIE WOLLEN AUSBILDER WERDEN?

Carolyn Newman, Operations Director bei Charles Worthington, London, erzählt uns, wie sie ihren Traumjob gefunden hat

 

WIE WÜRDEN SIE IHREN JOB BESCHREIBEN?

Mein Job war immer schon abwechslungsreich, aber seit etwa 15 Jahren arbeite ich auch im Bereich „Colour Educating“ für L'Oréal Professionnel. Im Laufe dieser Zeit habe ich meine eigenen Colour Ausbildungsprogramme kreiert, die ich Friseuren auf der ganzen Welt präsentiere; nebenher zeige ich dem Team, wie man ein perfekter Haar-Botschafter für Kunden wird, mit dem Schwerpunkt auf Farbe; außerdem unterstütze ich sie in ihrer täglichen Arbeit im Salon. Ich arbeite außerdem als Coach/Mentor für unsere Salon-Manager, Büroleiter, Lehrlingsausbilder und für das Charles Worthington Team.

 

WIE SIEHT IHRE ARBEITSWOCHE AUS?

Jeder Tag und jede Woche ist anders für mich; meine Jobbeschreibung ändert sich die ganze Zeit. Ich war in der Firma für Colour Education und Salon Development verantwortlich, seit kurzem kümmere ich mich nun um die geschäftliche Seite des Unternehmens.

Einige meiner Aufgaben beinhalten Reisen an Ausbildungsorten in Großbritannien und weltweit für Charles Worthington und L'Oréal Professionnel, die Entwicklung neuer Farbtechniken, die Präsentation meiner Kreativität und meines Know-hows in Magazinen, im TV, auf der Bühne und auf dem Laufsteg, sowie tägliche Aufgaben in unseren Salons. Letzte Woche hatte ich viele Meetings, verbrachte Zeit mit meinem Team, vergab persönliche Bewertungen; ich fuhr nach Cambridge und verbrachte einen großartigen Tag mit der Ausbildung von Friseuren und gab ein Training für die Azubis in unserem Management-Team. Jede Woche versuche ich, Zeit zu finden, um mich um meine E-Mails zu kümmern und um den Kontakt aufrecht zu erhalten, sowie unsere drei Salons zu besuchen, um das Team und die Kunden zu treffen.

 

WAS GEFÄLLT IHNEN AM BESTEN AN IHREM JOB?

Ich liebe es, dass mein Job so abwechslungsreich ist – Jeder Tag, jede Woche und jedes Jahr ist anders. Ich liebe es, Zeit mit den Teammitgliedern zu verbringen, sie zu inspirieren und sie zu motivieren, ihren eigenen Erfolg zu erzielen. Nichts freut mich mehr, als zu sehen, wie jemand eine neue Fertigkeit oder Technik erlernt, eine weitere Stufe auf der Karriereleiter erklimmt, kreative Erfolge erzielt oder wenn ein Lehrling seinen Abschluss macht und ein Diplom-Stylist wird.

 

WAS IST DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG IN IHREM JOB?

Der Tag hat nicht genügend Stunden! Dennoch ist es wichtig, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, sodass man sich Unterstützung holen kann. Man muss Prioritäten setzen und auch erkennen, wenn man in der Arbeit eine Gangart zulegen muss, auch wenn das den Arbeitsaufwand erhöht. Ich erlebe jeden Tag Herausforderungen; aber es geht darum, wie man sich ihnen stellt und dass man sie in Chancen verwandelt.

 

WIE HABEN SIE IHREN KARRIEREWEG GEPLANT?

Ich wusste schon immer, dass ich mehr sein wollte als ein einfacher Friseur im Salon – Die Ausbildung zum Salon-Manager ermöglichte es mir, Ausbilder zu werden. Ich hatte schon immer Spaß an Präsentationen, aber ich hätte nie gedacht, dass ich zum Ausbilder geeignet wäre, bis ich anfing, es zu tun. Ich begann damit, zu Hause zu üben, deshalb hatte ich kein Lampenfieber, sondern konnte meine Aufgabe genießen. Sie müssen außerdem flexibel sein, Menschen unterstützen, und Sie dürfen keine Angst vor irgendeinem Job haben. Sie müssen jede einzelne Person, mit der Sie arbeiten, schätzen - unabhängig davon, welchen Aufgabenbereich sie erfüllt.

 

WAS WAREN DIE BISHERIGEN HIGHLIGHTS IHRER KARRIERE?

1990 fing ich bei Charles Worthington an; ich erhielt als Erste 99% in der L'Oréal Professionnel Colour Specialist Prüfung; die Erstellung der Farbtechniken für die Capsule Collection zum Anlass unseres 25-jährigen Bestehen; fabelhafte Menschen in unserer Branche kennen lernen zu dürfen und von ihnen zu lernen.

DER BESTE KARRIERETIPP, DEN SIE JEMALS ERHALTEN HABEN?

Vorbereitung und Planung sind der Schlüssel zum Erfolg; seien Sie stets höflich, behandeln Sie andere Menschen so, wie Sie selbst auch behandelt werden möchten; und versuchen Sie immer, das Beste zu geben, in allem, was Sie tun.

 

WER WAREN IHRE VORBILDER/INSPIRATION AM ANFANG IHRER KARRIERE?

Als ich jünger war, habe ich immer die Menschen bewundert, die ihren persönlichen Erfolg durch ihr Auftreten und ihr Engagement erzielt hatten. Wenn Sie auf der Bühne stehen und Frisuren präsentieren wollen, dann beobachten Sie viele verschiedene Moderatoren: von der Art, wie sie reden, und von ihrer Körpersprache können Sie sehr viel lernen. Beobachten Sie immer Menschen, die ihren Job gut machen, wie z. B. einen guten Ausbilder, und streben Sie danach, es ihnen nachzumachen.

 

WELCHEN TIPP WÜRDEN SIE JEMANDEM GEBEN, DER IHREN KARRIEREWEG EINSCHLAGEN MÖCHTE?

Achten Sie immer auf die richtige Balance. Ich kann hart arbeiten, aber ich genieße das Leben und nehme mir die Zeit für Hobbys und für meine Freunde und meine Familie. Dennoch, wenn Sie Erfolg haben wollen, müssen Sie aufgeschlossen sein, gewissenhaft und bodenständig – Und Sie müssen bereit sein, sehr hart dafür zu arbeiten.

 

WAS STEHT IN IHRER KARRIERE NOCH AN?

Ich möchte unser Salon-Team weiterhin unterstützen, sodass sie ihren erfolgreichen Weg auf der Karriereleiter fortsetzen können – als begabter Friseur, Lehrling oder Empfangsdame im Salon, als Manager, Trainer oder in unserem Creative Team.

 

 

 

 

SIE WOLLEN SESSION STYLIST WERDEN?

Cim Mahony spricht über die Herausforderungen und die Genugtuungen in seinem Job.

 

WIE WÜRDEN SIE IHREN JOB BESCHREIBEN?

Ich arbeite seit 20 Jahren als Session-Hairstylist in der Modebranche. Gemanaged und gebucht werde ich über meine Agentur BEL, die Teil des Wall-Konzerns in New York ist. Ich arbeite ich an den verschiedensten Projekten, einschließlich Fotoshootings für Modezeitschriften, Werbekampagnen und Modenschauen. Der Großteil meiner Jobs findet in Studios statt, in den meisten Fällen in New York, Paris und London.

Außerdem bin ich als Session Friseur durch die Welt gereist – Interessante Locations und das Wetter spielen bei der Kreation von beeindruckenden Bildern oft eine große Rolle. In der Mode arbeiten wir in „verkehrten“ Jahreszeiten, was bedeutet, dass wir die Sommer Stories im Winter aufnehmen und umgekehrt. Das hat mir die Möglichkeit gegeben, an vielen der schönsten und spektakulärsten Orte der Welt zu arbeiten – und das Reisen war schon immer eine Quelle der Inspiration für mich.

Die Arbeit als Session-Friseur ist sehr abwechslungsreich, nicht nur, was die verschiedenen Locations betrifft, sondern auch in der Art der Arbeit selbst. Einige Aufträge erfordern viel Vorbereitung in Bezug auf Farbe und Schnitt an Perücken und Haarteilen – technische Fähigkeiten und detaillierte Arbeit; bei anderen Jobs tauche Sie ganz einfach mit Ihrem Kit auf und entscheiden sich ganz spontan für einen bestimmten Look.

 

IST ES EINE LUKRATIVE KARRIERE?

Die beiden Schwerpunkte in einer Session Karriere sind Editorial und Werbung. Im Editorial Bereich sind Elemente wie Magazin-Cover, Fashion/Beauty Stories und Porträts die Schaufenster, in denen wir unsere Arbeit präsentieren. Entgegen dem, was viele glauben, ist diese Arbeit nicht sehr gut bezahlt - wenn überhaupt! Allerdings sind es die Redaktionen, die ein Portfolio meiner Arbeit erstellen, die ich dann an Werbekunden verkaufen kann. Ein Vogue Cover bringt bestimmt kein Vermögen, doch es erweckt die Aufmerksamkeit der Werbekunden, und das ist der Kanal, aus dem das Geld fließt.

 

WAS LIEBEN SIE AN IHREM JOB AM MEISTEN?

Ich liebe es, mit Haaren zu arbeiten; ich liebe die Freiheit, mein eigener Boss zu sein; ich liebe den kreativen Prozess, wenn ich gemeinsam mit anderen kreativen Menschen ein Bild erschaffe; ich liebe es zu reisen und zu sehen, neue Kulturen zu erleben und unglaubliche Orte zu entdecken; und ich liebe es, Menschen zu treffen und ihre Geschichten zu erfahren.

 

WAS IST DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG?

Die größte Herausforderung ist gleichzeitig auch der spannendste Teil meiner Arbeit; man muss sich ständig an neue Menschen, neue Zeitzonen anpassen, und man muss mit dem Druck umgehen können, wenn Multi-Millionen-Dollar-Budgets auf dem Spiel stehen: Der Haarschnitt sollte also besser perfekt sein. Auch der Umgang mit Egos kann manchmal anstrengend sein – einschließlich meinem eigenen!

 

WIE HABEN SIE IHREN KARRIEREWEG GEPLANT?

Ich habe von Anfang immer darauf geachtet, die passenden Jobs auszuwählen, sowohl in Bezug auf meine Karriere, als auch in Bezug auf meine persönlichen Interessen. Um nicht an Leidenschaft zu verlieren, ist es wichtig, Entscheidungen zu treffen, die mein Wachstum fördern. Im Laufe der Jahre durfte ich mit einigen außerordentlichen Agenten zusammen arbeiten, die mir geholfen haben, meiner Karriere Form zu geben. Dennoch muss ich sagen: Ich habe wahrscheinlich nur die Hälfte aller Jobs angenommen, die meine Agenten mir vorgeschlagen haben. Wer in dieser Hinsicht letztendlich Recht behält, das ist schwer zu sagen, aber ich bin sehr zufrieden damit, wo ich heute bin und was ich bisher erreicht habe, und vor allem habe ich noch immer Lust auf mehr, und meine Leidenschaft ist nach wie vor präsent. Die Modewelt ist sehr politisch, man muss in der Lage sein, clever zu navigieren und strategisch über seine Karriere zu entscheiden; man muss aber auch auf sein Herz hören und nie aufhören, immer noch besser zu werden in dem, was man tut.

 

WAS WAREN DIE BISHERIGEN HIGHLIGHTS IHRER KARRIERE?

Mein größter Moment war der Augenblick, als ich 1997 mein erstes Cover im Druck sah. Es war das Cover eines sehr coolen Magazins – damals hieß es Dutch – mit dem Modell Devon Aoki. Es war ein Höhepunkt aufgrund der offensichtlichen Ego-Streicheleinheiten, doch vor allem auch weil ich mich – nach drei Jahren harter Arbeit bei Shootings und als Assistent bei Shows – zum ersten Mal wie ein richtiger Session Hairdresser fühlte.

 

WAS WAREN IHRE AMBITIONEN UND INSPIRATIONEN AM ANFANG IHRER KARRIERE?

Ich hatte das Glück, nach meinem Umzug nach London dem Ex-Vidal Sassoon Artistic Director Lance Lowe vorgestellt zu werden. Lance hatte Sassoon verlassen, weil er versuchen wollte, Session Styling mit der strengen Cut-Philosophie von Sassoon zu verbinden. Er eröffnete eine Akademie in Shipton and Leighton in der New Cavendish Street, London. Ich werde ewig dankbar sein für die Schnitttechniken und die Einblicke, die Lance mir in die Welt der Session-Arbeit ermöglicht hat. Lance hat mich Sam McKnight vorgestellt, und die Zusammenarbeit mit ihm am Höhepunkt der Supermodel-Ära war ein wahrer WOW-Moment für einen kleinen Jungen aus Dänemark.

Bis zum heutigen Tag finde ich Sams Arbeit immer noch inspirierend. Daneben arbeitete ich außerdem ein paar Saisons in New York mit Orlando Pita, was auch eine unglaubliche Lernerfahrung war.

 

WELCHEN RATSCHLAG WÜRDEN SIE JEMANDEM GEBEN, DER IHREN KARRIEREWEG BESCHREITEN MÖCHTE?

Starten Sie Ihre Karriere mit einer gründlichen Ausbildung; lernen Sie alle Aspekte des Friseurberufs kennen - Schneiden, Färben und Styling. Seien Sie nie zu hochmütig, um zu assistieren, aber streben Sie danach, nur den Besten der Branche als Assistent zu dienen. Wählen Sie Kooperationen sorgfältig aus, halten Sie an Ihren Idee fest, aber bleiben Sie demütig. Wenn Sie einige meiner Inspirationen teilen möchten, dann besuchen Sie mein Instagram-Feed auf @cimmahony.

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