1. Gefahr erkennen
Schau mal, Schatz, euer Salon ist in der Zeitung" - allerdings nicht als Salon des Jahres". Wenn Medien über drohende Entlassungen in Ihrem Unternehmen berichten, der Chef mürrisch seinen Schreibtisch räumt oder Sie zu zwei Wochen Zwangsurlaub verdonnert werden, ist die Not groß. Machen Sie sich auch ohne solche Warnsignale bewusst, dass Ihr Arbeitsplatz schon auf einer schwarzen Liste stehen könnte. Dem Prinzip Augen zu und durch" zu vertrauen wäre in diesen Zeiten ein Vabanquespiel. Lieber mit dem Schlimmsten rechnen - nur so lässt es sich abwenden.
2. Frühzeitig informieren
Wie steht es eigentlich gerade um Ihren Arbeitgeber? Nur weil Sie noch zu keiner Teamsitzung gebeten wurden, heißt das nicht, dass die Geschäfte bestens laufen. Durchforsten Sie das Internet, Suchmaschinen und Branchenforen regelmäßig nach Informationen zu Ihrem Arbeitgeber. Es mag nicht alles stimmen, was dort gemunkelt und berichtet wird: einen Eindruck vermittelt es allemal. Schaltet Ihre Firma weniger Stellenanzeigen als früher? Werden statt erfahrenen Mitarbeitern billige Neueinsteiger gesucht? Wird defensiver, bescheidener geworben als vor einem halben Jahr? Werden die Umsatzerwartungen heruntergeschraubt?
3. Friseurbranche beobachten
Auch über die Grenzen Ihres Unternehmens hinaus lassen sich Beobachtungen machen,die auf eine Gefährdung Ihres Jobs hindeuten können. Branchen-Check: Gibt es viele Salons in der Stadt? Kommen neue Friseure dazu, die Ihnen Kunden abnehmen wollen? Tobt ein Preiskampf? Ist es leicht für Ihre Kunden, den Salon zu wechseln? Wer das alles bejaht, bei dem könnte der Arbeitsplatz unsicher werden.
4. Eigene Rolle im Unternehmen hinterfragen
Wie wichtig sind Sie für Ihren Arbeitgeber? Wer sich das fragt, weiß bald, wie entbehrlich er für den Arbeitgeber ist. Ist Ihr Dienstleistungsprofil derzeit gefragt? Verfügen Sie über Wissen und Kontakte, die Ihrem Chef sehr nützen? Oder gehören Sie zu denen, die zwei Stunden Mittagspause genießen können, ohne dass ihre Kunden warten müssten? Mit Antworten auf diese Fragen lässt sich leichter einschätzen, wie weit oben Sie auf einer möglichen Entlassungsliste stünden.
5. Das Gespräch suchen
Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand - halten Sie ihn lieber aus dem Aufenthaltsraum in dem Salon hinaus. Wichtige Gerüchte rauschen oft an denen vorbei, die sich allein durchbeißen wollen. Sie sitzen sowieso alle im selben Boot - warum nicht gemeinsam rudern? Fragen Sie ruhig einmal Ihren Salonleiter, wie es gerade um das Unternehmen steht. Ihr Interesse ist berechtigt und zeugt von dem Wunsch, mit- und vorauszudenken. Ein Salonleiter, der das nicht zu schätzen weiß, wird im Zweifelsfalle noch eher gehen müssen als Sie.