Jetzt sag ichs meinem Salon Chef

Es gibt viele Sorten von Saloninhabern: die Seriösen, die Taktiker, die Kreativen. Wer weiß, wie man mit ihnen umgeht, hat es im Arbeitsalltag leichter.

Man ist von ihnen abhängig, will es sich nicht mit ihnen verscherzen, darf ihnen aber nicht zu nahe kommen: Die Beziehung zu Vorgesetzten ist oft kompliziert. Fest steht: Chefs sind auch nur Menschen. Wie lassen sich der Arbeit schwierige Situationen vermeiden oder entschärfen lassen.

 


Der Salonalltag gleicht oft einem Minenfeld: Wo hakt es denn zwischen Chef und Mitarbeitern?

Das größte Problem ist, dass Mitarbeiter oft schon eine feste Meinung von ihrem Chef haben. Sie lassen nicht zu, dass es auch anders sein könnte. Nehmen wir an, ich habe einen fehler gemacht, einen Laufkunden weggeschickt, und nun ist Umsatz futsch. Viele meinen, sie können nun die Reaktion des Chefs vorhersehen, anstatt erst einmal über Lösungen nachzudenken. Wenn der Vorgesetzte die Stirn runzelt, denken sie: Au weia, jetzt explodiert er gleich, statt nachzufragen. Das Stirnrunzeln könnte auch aus Konzentration sein, ein Überlegen, was jetzt zu tun ist.

 

Viele haben zu große Angst vor ihrem Chef?

Es gibt beides: Die einen haben so viel Ehrfurcht, dass diese ihnen die Kehle zuschnürt; andere haben eine burschikose Art, fahren dem Boss auch einfach mal flapsig über den Mund. Beides ist unangebracht, in erster Linie ist Respekt wichtig, am besten gegenseitig.

 

Reicht Respekt aus, um meinem Chef zu sagen, dass ich einen Fehler gemacht habe?

Die Zeit ist wichtig. Zwischen Tür und Angel ist es ungünstig. Der frühe Abend oder der ZEitraum vor der Salonöffnung am Morgen eignet sich oft für persönliche Anliegen, wie Karriereplanung. Abends ist nicht so hektisch wie morgens um 9.00 Uhr.

 

Es gibt ja ganz unterschiedliche Typen von Chefs. Wie lassen sie sich einordnen- und vor allem: Wie gehe ich mit ihnen um?

 

Der Dickkopf: da sind erst einmal die, die Situationen gerne aussitzen. Das kann aber auch durchaus positiv sein: Dickköpfe stehen meist bedingungslos hinter ihren Mitarbeitern.

Die Taktiker: wollen möglichst viele Informationen, beziehen niemanden in ihre Planung ein, fragen aber viel. Da denkt man zuerst, es geht ihnen um einen als Person, stimmt aber nicht.

Die ängstliche Type: will Belege, erst einmal wissen, wie viel ein Projekt kostet, bevor er oder sie sich entscheidet. Meist um sich abzusichern- denn auch Chefs müssen sich rechtfertigen.

Der Kreative: dem reicht unter Umständen nur die Idee an sich.

Arbeitstiere: weit verbreitet sind auch Vorgesetzte, die rund um die Uhr nur Arbeit kennen. Die verstehen manchmal gar nicht, dass ein Mitarbeiter Urlaub braucht.

 

Und woher weiß ich, wie mein Chef gestrickt ist?

Das ist wie in der Liebe, das geht relativ schnell. Aber bitte keine übereilten Schlussfolgerungen ziehen: Menschen und Situationen verändern sich! ,, Der oder die war schon immer so'', das ist kontraproduktiv. Es ist wichtig, eine Neugier für die Person zu entwickeln. Das gilt besonders für Konstellationen mit einem Chef oder einer Chefin, die jünger sind als das Team.

 

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