Dein erster Auftritt im Bewerbungsgespräch

[b]Schon mal verliebt gewesen?[/b] Klar, wer war das bisher nicht. Manche oft, andere manchmal und einige eher selten. Nichts desto trotz kannst Du, lieber Bewerber, Dich sicher noch gut daran erinnern. Seine/Ihre Augen, der sinnliche Mund, die Figur, was der/die alles konnte, seine Wahnsinnsstimme, alles an ihm hat Dich angemacht. In vielen Fällen haben dabei ein, zwei Blicke genügt und man war in der engeren Auswahl. Ihr habt Euch dabei auch selbst beworben.

Bewirbst Du dich heute für einen Job im Friseurmarkt, dann kannst Du aus dieser Situation viel lernen, denn eines ist klar: mit allem was er/sie getan hat, hat er/sie Deine Emotionen geweckt. Er hat Dich begeistert und neugierig gemacht.
Nach vier Wochen Zusammensein haben sich Deine Vermutungen und all die Hoffnungen, die Du in sie/ihn gesteckt hast, bewahrheitet, oder auch nicht.

 

Tatsache ist, dass wir in einer Bewerbungssituation genau darauf abzielen müssen: wir müssen Emotionen wecken bei den vielen Chefs, die Personal suchen.
Einen Eindruck erwecken, als könnten wir seine Erwartungen erfüllen, oder sie gar übertreffen. Dann kommen wir in die engere Wahl und werden fast sicher zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

 

Bevor Ihr nun in die die Bewerbungstips einsteigt und Euch eine tolle Bewerbung zimmert, denkt immer daran: Ihr habt nur einen Schuß! Zeigt Euch von der besten Seite, ohne zu übertreiben - die Wahrheit kommt spätestens beim Vorstellungsgespräch ans Licht.

 

Nun aber mitten rein in die Tricks und Kniffe zur erfolgreichen Jobsuche:
Stelle Dir zuerst folgende Fragen:

 

1. Dein Wunschbetrieb
-Auf was lege ich bei meiner Arbeit besonderen Wert?
-Welche Atmosphäre macht mir das arbeiten leicht?
-Bei welcher Art von Betrieb möchte ich gerne Arbeiten? Mit viel Zeit und hohen Preisen - beim Promifriseur? Oder in einem Geschäft mit lauter Musik, viel Rummel, vielen Leuten und Spaß- also eher in einem Szeneladen?
-Gehe in die Stadt und schau Dir beim nächsten Bummel einfach verschiedene Läden an. Du merkst schnell, in welche Richtung es Dich zieht.
Merke: Dauerhaft musst Du dich in Deinem neuen Betrieb auch wohl fühlen. Du musst Dich genauso für den Betrieb entscheiden, wie Dein neuer Chef für Dich!

 


2. Vorbereitung
-Nun kennst Du den Style, auf den Du bei der Auswahl Deiner Stelle besonderen Wert legst. Der erste Hinweis auf Deine Bewerbungsunterlagen.
-Leg Dir nun alle Unterlagen und Zeugnisse, die Du im Schweiße Deines Angesichts erworben hast, schon mal parat und überprüfe diese auf Vollständigkeit.
Merke: Alles, was Du in Deinem Leben für Deine Ausbildung getan hast, ist wichtig!

-Auf geht´s zum Kopieren! Erfahrungsgemäß kommst Du mit zehn Kopien pro Stück erstmal gut durch. Ist Deine Bewerbung perfekt, dann hast Du meistens schon den ersten „Hit".
Schon Deine Kopien geben Aufschluss über Deinen Charakter. Vermeide also Billigkopien mit schwarzen Streifen und billiges Papier. Es sollte schon mindestens 90g/m² sein!

 


3. Das Photo
- Mal ehrlich, welche Art Mitarbeiter würdest Du suchen als Friseurchef? Den Ritter von der traurigen Gestalt, mit einem Ansatz so breit wie eine Autobahn oder das Powermädel, das so aussieht, als könnte es jeden Überzeugen?
Merke: Friseurtechnisch hast Du nur eine Chance, wenn Du nach Qualität aussiehst! Du musst eine handwerklich gute Frisur auf dem Kopf haben, sonst bist Du mit Deinem Photo die Lachnummer!
- Die besten Photos sind die, in denen man möglichst viel von Deinem Wesen sieht. Ein Lächeln ist besser als ein Lachen. Schau frontal in die Kamera und versuch Dich nicht zu verstellen. Farbe ist besser als schwarzweiß.

 

4. Besonderheiten
Solltest Du irgendeine Idee haben, die Dich etwas näher charakterisiert, dann rein damit. Eine Collage, Photos, die Du besonders gelungen findest oder irgendetwas, das Dein „Profil" deutlicher macht als nur eine Mappe, ist gut. Zeig Dein künstlerisches Talent, wenn Du welches hast. Zeig Deinem neuen Chef, dass er jemanden voller Ambitionen vor sich hat und nicht nur irgendeine Trulla.

 

5. Die Hardware
-Solltest Du keinen Computer haben, dann lach Dir jemanden an, der einen hat. ordentliche Unterlagen sind unverzichtbar! Eine handgeschriebene Bewerbung auf Karopapier ist OUT ! Außerdem bewirbst Du dich nicht um einen Schönschreibepreis.
-Eine etwas festere Mappe kann nicht schaden. Entweder, die Mappe ist besonders kreativ gestaltet, oder sie sieht hochwertig aus. Schund fliegt in der Regel in den Müll!
-Nochmal: denke an das Papier. 80g hat jeder, 90g viele und 100g-Papier zeigt Qualität. Außerdem sehen Deine Ausdrucke besser aus.
Merke: Dein neuer Chef entscheidet wie Du. Das erste Mal anfassen entscheidet über das weitere Engagement... Jeder Chef möchte einen Mitarbeiter, der auf Qualität achtet!
Übrigens: Solltest Du schon länger arbeitslos sein, dann kontaktiere sofort das Arbeitsamt. Oft wird die Schaffung neuer Arbeitsplätze staatlich gefördert und evtl. trägt das Arbeitsamt die Kosten Deiner Wiedereingliederung zu einem bestimmten Prozentsatz. Das könnte das entscheidende Argument für Deinen Chef sein, Dir den freien Job zu geben.

 


6. Deine Unterlagen
Nun kannst Du deine Unterlagen sortieren. Folgende Zusammenstellung ist gut:
Schriftart: Arial, Century, oder Eurostyle. Schriftgrösse: 11, maximal 12


1.Persönliches Anschreiben
2.Deine Daten: Dein aktuelles Photo, Name, Adresse, Telephonnummern, Email
3.Dein Lebenslauf (evtl. mit Photos aus den „alten Zeiten")
4.Dein Special
5.Deine Zeugnisse ( zeitlich sortiert)
6.Schlußwort


BITTE! Laß Deine Unterlagen sicherheitshalber noch mal von jemandem lesen, der sich auskennt in Rechtschreibung und der Dich nicht besonders gut kennt. Er/ Sie kann Dir genau sagen, ob Deine Bewerbung interessant ist, oder ob Du noch etwas verbessern musst.

Merke: Achte auf korrekte Rechtschreibung. Viele Chefs sind hier zwar nicht die Profis, manche aber schon. Zwei Fehler pro Wort machen nicht gerade einen intelligenten Eindruck, selbst wenn es damit nichts zu tun hat.

 

7. Es geht los: die Bewerbung
Nun hast Du also zehn Bewerbungsmappen vor Dir liegen. Was nun? Der Post die Verteilung überlassen, oder selbst das Heft in die Hand nehmen...

 

 

Hier siegt Deine Aktivität!
Du hast Dir in Deiner Stadt schon mehrere Betriebe angesehen? Dann nimm Deine Mappen in die Hand und zieh Deinen letzten Trumpf! Dich selbst.
Frechheit siegt bekanntlich. Deshalb besuche nun alle die Geschäfte, die Dir gefallen haben, frag nach dem Chef und sag ihm, dass Du gerne für ihn arbeiten würdest. Du bekommst sofort eine Aussage und sparst Dir entweder Porto, oder kannst Deine Unterlagen gleich da lassen. Wenn Du dir Zeiten suchst zwischen Montag und Donnerstag, meist am Vormittag, ist die Chance auf ein Gespräch recht hoch und meist kannst Du bei Chefs, die nicht sofort ablehnen, auch gleich einen Termin für ein Vorarbeiten vereinbaren. Was hast Du zu verlieren? Genau: nichts. Also mach Dich locker! Hier liegt die größte Chance, Deine Individualität zu zeigen und nicht im Sumpf der anderen Bewerbungen unterzugehen.

 

 

Noch ein Wort zum Schluss:
Solltest Du Absagen bekommen, so mach Dir keinen Kopf. Das gehört zum Geschäft. Letztendlich siegt Dein fester Wille, einen Arbeitsplatz zu finden, der Dir auch gefällt.
In der Bewerbungsphase machst Du viele Erfahrungen mit Dir selbst und jede einzelne hilft Dir weiter auf Deinem Lebensweg. Es zählt nur eines: nach dem Hinfallen wieder aufzustehen. Und das schaffst Du!

Viel Erfolg beim Finden Deines Traumjobs und viel Spaß beim „Personalisieren" Deiner Unterlagen. Denk dran: Das Ziel heißt: „Emotionen wecken!"
Sie zeigen Dir, wer Du wirklich bist.

 

Herzlichen Gruß,
Hannes Friedl

 

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